Was bedeutet Alarmierung als SaaS?

Alarmierung als SaaS (Software as a Service) bedeutet, dass der Alarmserver in der Cloud des Anbieters läuft und dort betrieben, gewartet und aktualisiert wird. Bei On-Premise steht der Server in Ihrem eigenen Netz, und Ihre IT betreut ihn. Die Clients an den Arbeitsplätzen und der Funktionsumfang von GisboAlarm sind in beiden Fällen gleich.

Die Alarmierungssoftware GisboAlarm verbindet ein IT-gestütztes Alarmierungssystem mit dem stillen Alarm, der sich am Arbeitsplatz unbemerkt auslösen lässt. Eingesetzt wird sie in Behörden und Verwaltungen, in der Justiz, an Schulen und Hochschulen, in Kliniken und in Unternehmen. Welches Betriebsmodell passt, hängt vor allem von Ihrer IT-Organisation und Ihren Vorgaben zur Datenhaltung ab.

Liegende Softwarebox Gisbo Alarmierungssoftware in Rot und Schwarz, GisboAlarm als SaaS oder On-Premises

SaaS und On-Premise im Vergleich

Der Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt darin, wer den Server betreibt und wer für den laufenden Betrieb verantwortlich ist. Die Konfiguration der Alarmierung, also Alarmstufen, Empfänger und Standorte, bleibt in beiden Fällen bei Ihnen.

Kriterium SaaS (Gisbo Cloud) On-Premise
Standort des ServersGisbo Cloud, betrieben von unserem Hosting-Partner Froxlor in Frankfurt am MainIhre eigene IT-Infrastruktur
DatenhaltungRechenzentrum in Deutschland, TÜV- sowie ISO 27001- und ISO 9001-zertifiziertVollständig in Ihrer eigenen Umgebung
Anbindung der ClientsDauerhafter VPN-Zugang (IPsec) zwischen Ihrem Netzwerk und dem RechenzentrumIm eigenen Netz, über einen Port, den Sie festlegen
WartungDurch Gisbo: Server, Betriebssystem und GisboAlarmDurch Ihre IT, mit Unterstützung unseres Supports
UpdatesSpielen wir auf dem Server einSpielt Ihre IT nach eigenem Zeitplan ein
Störungsbehebung am ServerDurch Gisbo, mit direktem Zugriff auf den ServerAbhängig von Zugang und Abstimmung mit Ihrer IT
Administratoren anlegenÜbernehmen wirIhre IT
Alarmstufen, Empfänger, StandortePflegen Ihre Verantwortlichen selbst, remote über die KonfigurationPflegen Ihre Verantwortlichen selbst
VoraussetzungenVPN-Verbindung zum Rechenzentrum, Freigabe der benötigten Ports, GisboAlarm-Client auf den EndgerätenWindows-Server oder Windows-Client für die Serverinstallation, TCP/IP-Netzwerk, keine Datenbank
Verantwortung für den BetriebGisboIhre Organisation

Meist entscheidet die Frage, wer den Server dauerhaft betreuen kann. Die Anforderungen an Server und Clients unterscheiden sich zwischen den Modellen kaum, im SaaS-Betrieb entfallen lediglich die Angaben zum Server. Die vollständigen Systemvoraussetzungen beschreiben wir beim Alarmierungssystem.

Mischformen sind möglich. Auch wenn der Server in der Cloud läuft, binden Sie lokale Anlagen wie eine Brandmeldeanlage weiterhin vor Ort an.

Für wen eignet sich die Alarmierung als SaaS?

Im SaaS-Betrieb erhalten Sie den GisboAlarm-Server als Dienst aus der Gisbo Cloud. Einen eigenen Server müssen Sie weder bereitstellen noch betreuen oder absichern. Installiert werden nur die Clients auf Ihren Endgeräten, die sich über einen dauerhaften, per IPsec abgesicherten VPN-Zugang mit dem Server im Rechenzentrum verbinden.

Den Alarmserver in der Cloud betreibt unser Hosting-Partner Froxlor in Frankfurt am Main, DSGVO-konform, hochverfügbar und mit einem Monitoring, das rund um die Uhr aktiv ist. Den VPN-Zugang richtet unser Technologiepartner gemeinsam mit Ihrer IT ein. Einrichtung und Verwaltung der Serverkonfiguration übernehmen wir. Bei der Installation der Clients unterstützen wir Sie, stellen die Parameter für die automatische Verteilung bereit und schulen Ihre Verantwortlichen im Umgang mit GisboAlarm.

Aus unserer Sicht ist SaaS die naheliegende Wahl, wenn Ihre IT keine zusätzliche Serveranwendung betreuen soll. Auch Organisationen mit mehreren Standorten, deren Netze nicht direkt miteinander verbunden sind, profitieren davon, weil alle Standorte denselben zentralen Server erreichen.

Praxisbeispiel: Cloud-Betrieb über getrennte Netze

Eine berufsbildende Schule mit zwei Standorten betreibt GisboAlarm in der Version Communication als Cloud-Lösung. Das Schulnetz der Klassenräume und das Landesnetz der Verwaltung können nicht direkt miteinander kommunizieren. Beide Netze sind deshalb über zwei IPsec-VPN-Tunnel an die zentrale Cloud-Instanz angebunden. So erreichen Alarm, Lageinformationen und Entwarnung alle Arbeitsplätze an beiden Standorten. Lehrkräfte lösen aus, weitere Meldungen und die Entwarnung steuert die Schulleitung. Mobile Geräte werden beim Start anhand ihrer IP-Adresse automatisch dem richtigen Standort zugeordnet.

Schaubild Kommunikationswege von GisboAlarm mit Arbeitsplätzen, Server, Handsender, BMZ und App

Für wen eignet sich On-Premise?

On-Premise betreiben Sie GisboAlarm vollständig autark in Ihrer eigenen IT-Infrastruktur. Server und Clients laufen in Ihrem Netzwerk, Sie bestimmen den Port für die Kommunikation und betreuen den Server selbst.

Zusätzliche Hardware oder eine Datenbank braucht der Dienst nicht. Die Clients verteilen Sie über das MSI-Paket, auch als stille Installation mit Parametern, die jedes Gerät gleich dem richtigen Mandanten zuordnen. Benutzer, PCs und Telefonnummern übernehmen Sie aus dem Active Directory oder per CSV-Datei und halten sie über die Synchronisation aktuell. Domänenadministrationsrechte sind für den Betrieb nicht erforderlich.

Gewählt wird On-Premise meist dann, wenn Ihre Vorgaben verlangen, dass alle Daten im eigenen Netz bleiben, wenn eine eigene Serverbetreuung vorhanden ist oder wenn Sie als IT-Dienstleister GisboAlarm für mehrere Organisationen bereitstellen.

Praxisbeispiel: On-Premise im Rechenzentrum eines IT-Dienstleisters

Das kommunale IT-Systemhaus einer Großstadt betreibt GisboAlarm in der Version Communication im eigenen Rechenzentrum für mehrere Verwaltungseinheiten. Gestartet wurde mit 1.300 Lizenzen, heute sind 2.200 Arbeitsplätze ausgestattet. Die Administration bleibt im Systemhaus, die einzelnen Organisationen konfigurieren ihre Alarmierung über ein Rechte- und Rollenkonzept selbst. Für den Außendienst kam später die Alarm App hinzu.

Mehrere Dienststellen auf einem Server

Arbeiten mehrere Dienststellen auf einem Server, etwa in einer Landesverwaltung oder bei einem kommunalen IT-Dienstleister, richtet jede ihre Alarmierung getrennt ein. Dafür ist GisboAlarm mandantenfähig.

  • Jeder Mandant erhält eine eigene Konfiguration mit eigenen Standorten, Alarmstufen und Empfängergruppen.
  • Die Lizenzen für Clients und Telefone lassen sich auf die Mandanten aufteilen.
  • Jeder Mandant hat eigene Administratoren und Passwörter. Wer mehrere Mandanten betreut, verwaltet nur die, für die er berechtigt ist.
  • Die Clients werden bei der Installation direkt dem richtigen Mandanten zugeordnet. Beschäftigte können Standort und Mandant selbst wechseln, wenn Sie das freigeben.
  • In der Version Communication gehen Meldungen, Störmeldungen und Krisenfälle bei Bedarf über mehrere Server und Mandanten hinweg.
  • Je Server empfehlen wir rund 2.500 Clients. Bei mehr Clients kommen weitere Server hinzu, eine Obergrenze gibt es nicht.

Praxisbeispiel: Amt der Landesregierung Niederösterreich

Das Amt der Landesregierung Niederösterreich setzt GisboAlarm seit 2019 in seinen Bezirkshauptmannschaften ein, mit 3.100 Lizenzen und 21 Mandanten auf einem zentralen Server im eigenen Netz. Jede Behörde hat ihre eigenen Alarmwege bis auf Gebäude, Etage und Raum, auch Telearbeitsplätze sind eingebunden. Für diesen Kunden hat Gisbo eine CSV-Synchronisation entwickelt, die die Arbeitsplätze aller Mandanten regelmäßig mit der Inventardatenbank abgleicht und Geräte bei Bedarf auf ihren Standard-Arbeitsplatz zurücksetzt.

Logo Land Niederösterreich mit gelbem N und Stern, Referenzkunde der Gisbo Softwarelösungen

Datenschutz, Rechenzentrum und DSGVO

GisboAlarm verarbeitet Standorte, Gerätenamen und je nach Einrichtung auch Namen und Telefonnummern. Personalrat, Betriebsrat und Datenschutzbeauftragte wollen deshalb wissen, wo die Daten liegen und wer Zugriff hat.

  • Gisbo Cloud: Der Server läuft bei unserem Hosting-Partner Froxlor in Frankfurt am Main, in einem DSGVO-konformen Rechenzentrum mit TÜV- sowie ISO 27001- und ISO 9001-Zertifizierung. Die Verbindung zu Ihrem Netz ist per IPsec-VPN abgesichert.
  • On-Premise: Alle Daten bleiben in Ihrem Netz.
  • Datenminimierung: Die Alarmierung arbeitet gerätebezogen. Benutzer müssen nicht gepflegt sein, damit ein Alarm funktioniert. Sollen Namen angezeigt werden, übernehmen Sie diese aus dem Active Directory, statt einen zweiten Datenbestand aufzubauen.
  • Aufbewahrung und Löschung: Umfang und Aufbewahrungsdauer der Protokolle legen Sie im Projekt fest. Für Nachrichten der Kommunikationszentrale stellen Sie eine Löschfrist in Monaten ein, danach werden sie unwiderruflich gelöscht.
  • Zugriffsschutz: Zentrale Funktionen sind nur nach Anmeldung erreichbar, Rollen und Rechte lassen sich fein abstufen. Für die Konfiguration gelten Passwortrichtlinien mit Mindestlänge und jährlichem Wechsel.

Die Daten der Alarm App liegen in einem nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland. Welche Daten dort eingetragen werden, entscheiden Sie. Die App lässt sich auch ganz ohne personenbezogene Daten nutzen.

Integration in die bestehende IT

Die Einbindung in Ihre IT ist in beiden Betriebsmodellen gleich. Benutzer, PCs und Telefonnummern kommen aus dem Active Directory oder per CSV-Datei, verteilt wird per MSI-Paket, und GisboAlarm läuft auch unter Citrix, VMware und auf Terminalservern. Vorhandene Technik wie Brandmeldeanlagen, Sirenen und Funkhandsender binden Sie über die Zusatzmodule an. Systemvoraussetzungen und alle unterstützten Umgebungen beschreiben wir in der Übersicht zur Alarmierungssoftware GisboAlarm.

Betrieb, Wartung und Updates

Nach der Ersteinrichtung bleibt im laufenden Betrieb wenig zu tun. Aktuell bleiben müssen vor allem die Standorte der Geräte, automatisch über IP-Adressen, über das Active Directory oder durch die Beschäftigten selbst.

Symbol Zahnrad für zentrale Updates von GisboAlarm auf dem Server

Updates zentral

Ein Update wird nur auf dem Server installiert, die Clients übernehmen es automatisch. Für die Verteilung gibt es jeweils ein neues MSI-Paket.

Symbol Häkchen für den Watchdog, der den Serverdienst von GisboAlarm überwacht

Watchdog

Er prüft den Serverdienst laufend und startet ihn nach einem Absturz selbstständig neu.

Symbol Netzwerk mit Zentrale für den GisboAlarm Commander

GisboAlarm Commander

Zeigt, auf welchen Geräten GisboAlarm aktiv und erreichbar ist. Störungen und Synchronisations­ereignisse meldet er per E-Mail.

Symbol Headset für den Support von Gisbo zu GisboAlarm

Support

Werktags von 8 bis 17 Uhr telefonisch und per E-Mail. Im SaaS-Betrieb übernehmen wir zusätzlich Wartung, Updates und Störungs­behebung des Servers.

Häufige Fragen zu SaaS und On-Premise

Was ist der Unterschied zwischen SaaS und On-Premise bei der Alarmierung?
Bei SaaS betreibt der Anbieter den Alarmserver in seinem Rechenzentrum und ist für Wartung, Updates und Störungsbehebung verantwortlich. Bei On-Premise läuft der Server in Ihrem Netz, und diese Verantwortung liegt bei Ihrer IT. Für die Beschäftigten ändert sich dadurch nichts: Auslösen, Alarmmeldung und Bestätigung funktionieren in beiden Modellen gleich.

Was passiert, wenn die Verbindung zur Gisbo Cloud ausfällt?
Dann greift der Fallback im Haus. Die GisboAlarm-Clients in Ihrem Netz alarmieren sich direkt untereinander, sodass ein Alarm die Kollegen vor Ort weiterhin erreicht, auch ohne Verbindung zum Server im Rechenzentrum. Wie die Clients bei einem Ausfall des Servers weiterarbeiten, beschreiben wir beim Alarmierungssystem.

Lässt sich später zwischen Cloud und On-Premise wechseln?
Ja, in beide Richtungen. Sie können mit der Gisbo Cloud beginnen und den Server später in Ihr eigenes Netz holen oder eine bestehende On-Premise-Installation in die Cloud verlagern. Den Wechsel planen wir gemeinsam mit Ihrer IT.

Weitere Antworten zu Lizenzen, Updates und Systemvoraussetzungen finden Sie in unserer FAQ zur Alarmsoftware. Oder Sie sprechen direkt mit uns über das passende Betriebsmodell.