Die Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst rückt immer stärker in den Fokus von Kommunen und Behörden. Auch die Kreisstadt Mettmann reagiert auf eine zunehmende Zahl verbaler und körperlicher Übergriffe auf Mitarbeitende und setzt gezielt auf Maßnahmen zur Gewaltprävention und Notfallalarmierung in der öffentlichen Verwaltung.
Immer häufiger berichten Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung von aggressivem Verhalten oder Bedrohungen im Arbeitsalltag. Betroffen sind nicht nur Beschäftigte im Rathaus, sondern auch Mitarbeitende in Kitas, Schulen, beim Baubetriebshof, im Rettungsdienst, im kommunalen Ordnungsdienst sowie in der Verkehrsüberwachung.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen berichten von einer spürbaren Verrohung des Umgangstons. In einzelnen Fällen wurde sogar mit Gewalt gedroht“, erklärt Bürgermeisterin Sandra Pietschmann. Für die Stadt steht fest: Der Schutz der Mitarbeitenden hat höchste Priorität.
Maßnahmen zur Gewaltprävention in der Stadtverwaltung
Um die Sicherheit der Beschäftigten zu verbessern, beschäftigt sich der Arbeitsschutz der Stadt bereits seit mehr als einem Jahr intensiv mit dem Thema Gewaltprävention in Kommunen und Behörden.
Eine dezernats- und ämterübergreifende Projektgruppe hat dazu verschiedene Maßnahmen entwickelt und umgesetzt:
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Anpassung interner Arbeitsabläufe, insbesondere bei Allein- und Spätdiensten
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Beratung der Mitarbeitenden zum sicheren Umgang mit kritischen Situationen und räumlichen Gegebenheiten
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Schulungen und Deeskalationstrainings für Beschäftigte mit Publikumsverkehr
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Verbesserte Steuerung des Kundenverkehrs in der Verwaltung
Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Konflikte frühzeitig zu erkennen, Risiken zu reduzieren und Mitarbeitende besser auf schwierige Situationen vorzubereiten.
Alarmierungssoftware für Behörden: Schnelle Hilfe im Notfall
Ein zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzeptes ist die Einführung einer modernen Alarmierungssoftware für Behörden und öffentliche Einrichtungen. Mitarbeitende können damit in Gefahrensituationen schnell und unkompliziert Hilfe anfordern – sowohl im Innendienst als auch im Außendienst.
Hier kommt GisboAlarm – die Alarmierungssoftware für Kommunen, Behörden und Organisationen zum Einsatz. Die Lösung ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Notfallalarmierung bei Bedrohungen, Übergriffen oder kritischen Situationen. Die Alarmsoftware wird in dieser und in zahlreichen weiteren Behörden und öffentlichen Einrichtungen eingesetzt, um Mitarbeitende effektiv zu schützen und Einsatzkräfte oder zuständige Stellen sofort zu informieren. Besonders bei Tätigkeiten mit Publikumsverkehr oder im Außendienst stellt eine digitale Alarmierungssoftware einen wichtigen Baustein moderner Sicherheitskonzepte dar.
Austausch im Netzwerk „Sicher im Dienst“
Zusätzlich ist die Stadt Mettmann dem landesweiten Netzwerk „Sicher im Dienst“ beigetreten. In diesem Zusammenschluss tauschen sich mittlerweile über 850 Behörden und öffentliche Einrichtungen zu Themen wie Gewaltprävention, Mitarbeiterschutz und Sicherheitsstrategien aus. Ein neuer Ansatz aus diesem Netzwerk ist die Einführung der sogenannten „Blauen Briefe“. Dabei handelt es sich um schriftliche Ermahnungen für Bürgerinnen und Bürger, die sich gegenüber Beschäftigten der Verwaltung unangemessen verhalten.
Sicherheit für Mitarbeitende und bessere Services für Bürger
Neben technischen Lösungen und organisatorischen Anpassungen setzt die Stadt weiterhin auf regelmäßige Schulungen und Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Künftig soll auch eine gezieltere Steuerung des Kundenverkehrs dazu beitragen, sowohl die Servicequalität für Bürgerinnen und Bürger als auch die Sicherheit der Beschäftigten zu verbessern.
Die Stadt zieht bereits jetzt eine positive Zwischenbilanz:
„Die bisherigen Maßnahmen greifen und wir erhalten viele positive Rückmeldungen aus den Abteilungen“, sagt Bürgermeisterin Sandra Pietschmann.
Gleichzeitig ist klar: Gewaltprävention und Mitarbeitersicherheit im öffentlichen Dienst bleiben eine dauerhafte Aufgabe für Kommunen und Behörden. Moderne Lösungen wie digitale Alarmierungssoftware, Schulungen und klare Präventionsstrategien leisten dabei einen wichtigen Beitrag.

