Wenn ein Alarmsystem zu laut wird

MCAS Hope e.V.

Bei Gisbo beschäftigen wir uns seit über 15 Jahren mit einem zentralen Thema: Alarmierung. Mit GisboAlarm entwickelten wir ein Alarmsystem, das genau dann reagiert, wenn es wirklich nötig ist – schnell, gezielt und kontrolliert. Ein Alarm soll schützen, Klarheit schaffen und Handlung ermöglichen. 

Umso stärker hat uns ein Thema berührt, bei dem genau dieses Prinzip aus dem Gleichgewicht geraten ist: MCAS – das Mastzellaktivierungssyndrom.

MCAS – wenn der Körper dauerhaft Alarm schlägt

Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) ist eine oft unerkannte, komplexe Immunerkrankung. Mastzellen sind Teil unseres Immunsystems und kommen in nahezu allen Organen vor. Ihre Aufgabe ist es, den Körper vor echten Gefahren zu schützen. Bei MCAS jedoch geraten diese Mastzellen außer Kontrolle.

Sie nehmen harmlose Reize als Bedrohung wahr und schütten in Sekundenschnelle Botenstoffe – sogenannte Mediatoren – aus. Heute sind über 1000 verschiedene Mediatoren bekannt, die unterschiedlichste Symptome auslösen können. Dieser Vorgang, die sogenannte Degranulation, kann sofort oder zeitverzögert wirken und nahezu alle Körpersysteme betreffen: neurologisch, kardiovaskulär, respiratorisch, gastrointestinal, dermatologisch, psychisch und viele mehr.

Die Folge: kein klares Leitsymptom, sondern ein breites, schwer greifbares Beschwerdebild – mit massiven Auswirkungen auf Lebensqualität, Alltag und Psyche der Betroffenen.

Ein fehlerhaftes Alarmsystem – mit gravierenden Folgen

Was MCAS so belastend macht, ist nicht nur die Vielzahl der Symptome, sondern die Tatsache, dass der Körper ständig Alarm schlägt – ohne reale Gefahr. Während manche Betroffene noch relativ stabil leben können, führt MCAS bei anderen zu Arbeitsunfähigkeit, Schwerbehinderung oder sogar Bettlägerigkeit.

Hinzu kommen enorme strukturelle Probleme:

  • Uneinheitliche Diagnosekriterien

  • Fehlender ICD-Code in Deutschland (international: D89.4)

  • Geringes Bewusstsein in der Ärzteschaft

  • Überlastete Versorgungsstrukturen mit Wartezeiten von bis zu zwei Jahren

Für viele Betroffene bedeutet das: lange Leidenswege, Unverständnis und fehlende Hilfe.

MCAS Hope e.V. – Sichtbarkeit, Forschung und Zusammenhalt

Genau hier setzt der MCAS Hope e.V. an. Der 2020 gegründete gemeinnützige Verein gibt Menschen mit MCAS ein Gesicht, schafft Öffentlichkeit und setzt sich für bessere Versorgung, Forschung und Aufklärung ein. 

Ein besonderes Projekt ist das Fachnetz MCAS, eine Kooperation mit der Mastzellenhilfe. Hier vernetzen sich Heilberufler:innen, um fundiertes Wissen zu teilen, Orientierung zu geben und neue Kolleg:innen qualitätsgesichert an das Thema heranzuführen. Darüber hinaus ist der Verein maßgeblich an der MAGELLAN-Studie beteiligt – gemeinsam mit der Charité Berlin, der Uniklinik RWTH Aachen und der FOM Düsseldorf. Über 1100 Datensätze werden aktuell ausgewertet, um die wissenschaftliche Basis für Diagnose und Therapie weiter zu stärken.

Warum wir als Gisbo spenden

Das Alarmsystem GisboAlarm löst nur dann aus, wenn es notwendig ist –  zuverlässig, klar und strukturiert. MCAS ist gewissermaßen das Gegenteil: ein inneres Alarmsystem, das zu oft, zu laut und ohne echte Bedrohung reagiert.

Gerade deshalb ist es uns ein persönliches Anliegen, Organisationen zu unterstützen, die sich für Menschen einsetzen, deren „Alarmanlage“ aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Unsere Spende an MCAS Hope e.V. ist Ausdruck dieser Haltung:

  • Aufmerksamkeit schaffen für eine wenig bekannte Erkrankung

  • Forschung und Aufklärung fördern

  • Betroffenen Hoffnung, Gemeinschaft und Perspektive geben

Verantwortung endet nicht bei Software

Sicherheit ist für uns mehr als Technik. Es geht um Verantwortung – für Menschen, Organisationen und Gesellschaft. Deshalb unterstützen wir MCAS Hope e.V. und möchten helfen, dass dieses Krankheitsbild bekannter wird, besser verstanden wird und Betroffene langfristig die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.

 

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