LINZ. Stadträtin ist gegen Sicherheitsschleusen wie in Gerichten – Security, Videoüberwachung und Alarmsystem statt Eingangskontrollen


Bundesweit gibt es Diskussionen über die Sicherheit in öffentlichen Dienststellen, weil ein Asylwerber vor einem Jahr den Sozialamtschef der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn erstochen hat.

In Linz fordert, wie berichtet, die FPÖ den Einbau von Sicherheitsschleusen in der Sozialabteilung im Neuen Rathaus. Die zuständige Stadträtin Regina Fechter (SPÖ) ist gegen solche Schleusen, hat andere Maßnahmenpaket für Sicherheit im Rathaus vorgestellt. Kernpunkt ist die Einrichtung eines Sicherheitsdienstes für “Bereiche mit erhöhtem Gefährdungspotenzial”.

Angelaufen sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die mit dem Verfassungsschutz, der Landespolizeidirektion und der Stadtwache erarbeitet wurden. So sei eine Videoüberwachung installiert und das Alarmierungssystem ausgeweitet worden. In gefährdeten Arbeitsbereichen installiere man zudem Sicherheitsglaseinrichtungen.

Stadträtin Fechter ist gegen Schleusen, weil laut ihren Angaben das Rathaus auch ein “Ort der Begegnung für viele Bürger” bleiben solle. Fechter: “Dort finden auch viele Informationsveranstaltungen, Hochzeiten und Sprechstunden statt, für die wir eine möglichst einfache Zugänglichkeit der Räumlichkeiten gewährleisten wollen.”

Ob die Sicherheitspatrouillen im Neuen Rathaus von der Stadtwache oder privaten Securityfirmen gestellt werden, ist ungeklärt. “Das ist auch eine Budgetfrage. Zudem wollen wir die Personalvertretung einbinden”, sagt Fechters Sprecher.

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