Frau Dyhr, im Jahr 2004 wurde GisboTimer zur Dienstplanung und Zulagenabrechnung in NRW eingeführt. Da Sie dieses Projekt von Anfang an begleitet haben, würden wir Ihnen gerne ein paar Fragen zu Ihren Erfahrungen mit der Software und dem Hersteller Gisbo GmbH stellen.

Sie waren bei der Auswahl der Software maßgeblich beteiligt und betreuen von Anfang an GisboTimer und andere Produkte in Ihrer Funktion als Leiterin der Verfahrenspflegestelle Dienstplaner.

 

Was sind Ihre Aufgaben im Bereich der Justiz NRW?

In Bezug auf Entwicklung und Pflege des IT-Verfahrens Dienstplaner:

  • Fachliche Entwicklung, Pflege und Problembehebung
  • Einführung und Betreuung
  • Schulung der Anwender
  • Vorausschauende Entwicklung neuer rechtlicher, organisatorischer oder technischer Anforderungen
  • Mitwirkung bei der Abnahme von vertraglich geschuldeten Leistungen Dritter (z.B. Programmierleistungen)
  • Wahrnehmung übergeordneter Aufgaben/Unterstützung JM
  • Ansprechpartner für die Justizvollzugseinrichtungen
  • Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern
  • Verfahrenspräsentation
  • Schnittstelle zum LBV/FM und zu IT.NRW
  • Einzelaufgaben nach Weisung des JM

 

Was hat die Einführung von GisboTimer in allen Justizvollzugsanstalten des Landes NRW bewirkt?

Die Justizvollzugsanstalten haben zunächst mit einem Karteikartensystem gearbeitet, für das nur ausgesprochen geringfügige Regelungen getroffen waren. Ab 2004 wurde verstärkt daran gearbeitet, den zuständigen Bediensteten eine effektive Unterstützung auf diesem Gebiet durch automatisierte Lösungen zukommen zu lassen

Mit Einführung des Verfahrens “ Dienstplaner” wurden alle bisher genutzten Systeme abgelöst.

 

Wie wurde GisboTimer von den Anwendern angenommen?

Um diese Frage zu beantworten, muss ich ein wenig zurückgehen.

Im April 2003 wurde mir erstmals das Programm in der Justizvollzugsanstalt Zweibrücken präsentiert. Im Juni desselben Jahres fand eine Einweisung durch Ihre Firma in der JVA Castrop-Rauxel statt. Die Anwesenden waren sehr angetan von der Präsentation und einen Monat später wurden erstmals Funktionstests in den Justizvollzugsanstalten Castrop-Rauxel und Bochum durchgeführt. Das war der Beginn einer überaus sehr guten Zusammenarbeit mit Ihrem Hause. Wir haben hier in NRW bei allen Anforderungen an das Programm die Praxis von Anfang an mit eingebunden und ich glaube, dass gerade diese Vorgehensweise dazu beigetragen hat, dass das von Ihnen entwickelte Programm ausgesprochen positiv von den Anwendern angenommen wurde. Das Programm ist zugeschnitten auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Strafvollzuges und kommt bei den Anwender nach wie vor sehr gut an.

                                                          

Es arbeiten viele Personengruppen in ihren jeweiligen Rollen (Dienstplaner, Mitarbeiter, Personalverwaltung, Justiz Ministerium) mit GisboTimer. Gab es aus diesen heterogenen Anwenderkreisen auch unterschiedliche Meinungen über das System?

Es ist verständlich und auch nachvollziehbar, dass es immer Kritiker eines Systems gibt. Aus meiner jahrelangen Praxiserfahrung heraus kann ich nur feststellen, dass der überwiegende Teil der mit GisboTimer – Befassten sich positiv über das Verfahren geäußert haben. Näher auf das Thema einzugehen, würde zu weit führen.

Aus meiner Sicht ist GisboTimer im Geschäftsbereich anerkannt und wegen seiner Transparenz geschätzt.

 

GisboTimer wurde im Laufe der Zeit auch an die speziellen Anforderungen des Landes angepasst (z.B. bei Änderungen Arbeitszeitverordnung). Hat Gisbo die Umsetzung solcher Weiterentwicklungen zufriedenstellend realisiert?

Das kann ich uneingeschränkt bejahen. In all den Jahren der Zusammenarbeit mit Ihnen, hat mich Ihre Professionalität, Ihre Empathie bei der Umsetzung der

“landesspezifischen Vorgaben” beeindruckt. Sie haben einen sehr großen Anteil am Erfolg der Umsetzung meines Auftrages, den Justizvollzugseinrichtungen eine entsprechend gut funktionierende Software zur Verfügung zu stellen.

 

Wie war das Procedere mit Gisbo im alltäglichen Geschäft, wenn Ihnen Probleme von Anwendern gemeldet wurden? Fühlten Sie sich in diesen Fällen bei Ihren Ansprechpartnern gut aufgehoben?

Auch hier kann ich mich nur positiv äußern. Der direkte Draht zu Frau Eßer neben Frau Bayer als Geschäftsführerinnen des Unternehmens und Herrn Vibe als Programmierer hat mir die Arbeit unendlich erleichtert.

Ich kann mir keine bessere Zusammenarbeit vorstellen.

 

Würden Sie, nach Ihrer 16-jährigen Erfahrung mit dem Softwarehaus, das Unternehmen und das Produkt anderen Behörden weiterempfehlen?

Uneingeschränkt beantworte ich diese Frage mit JA!

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von dem Systemhaus oder der Software?

Weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Innovationen, erfolgreiche Unterstützung durch Ihre Mitarbeiter und eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Land NRW.

 

Wir bedanken uns für die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit Frau Dyhr und der Möglichkeit, dieses Interview mit Ihnen führen zu dürfen.